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Die Kirche Sankt Peter und Paul


Die Kirche St. Peter und Paul in Melnik gehört zu den ältesten Kirchen Böhmens. An der Stelle des jetzigen Gotteshauses stand ursprünglich romanische dreischiffige Basilika mit zwei Türmen aus Kalkstein, die Dank ihrem Weiss in die weite Gegend strahlten. Eine der Türmen ist noch heutzutage bis zum Hauptsims erhalten. Die Aufbau, die diesen Rest des ehemaligen Turmes krönt, wurde während der Restauration der Kirche in den Jahren 1913 – 1914 vom Architekten Kamil Hilbert (Er hat im Jahre 1929 die Aufbau des Veitsdomes in Prag-Hradschin beschlossen) durchgeführt. Diese romanische Kirche wird in das Ende des 10. oder am Anfang des 11. Jahrhunderts datiert. Die erste Erwähnung über die Existens der Melniker Kirche stammt allerdings erst aus dem Jahre 1172, wann, laut der ersten schriftlichen Nachricht, die altertümliche Melniker Kirche vom Blitz getroffen niederbrannte.

Im 14. Jahrhundert kam es in Melnik zum Umbau der romanischen Basilika zur gotischen Kirche. Aus dieser Zeit stammt die heutige Sakristei, früher Kapelle des Fronleichnams.  Die jetzige Kirche wurde in dem letzten Viertel des 15. und am Anfang des 16. Jahrhunderts durch königliche Baumeister Johann Spiess und Benedikt Ried erbaut. Obwohl die Kirche viele Baustile zu besichtigen bietet und sogar ein Lehrbuch der historischen Stile ist, sieht sie im ganzen sehr harmonisch aus. In der Nähe der Kirche befand sich im Mittelalter eines der ältesten Domkapitel Böhmens. Seinem Probst, namens Severus (Šebíř), widmete im Jahre 1125 der älteste tschechische Chronist Kosmas seine wertvolle lateinische „Chronik Bohemorum.“ Severus war der erste bekannte Probst des Melniker Domkapitels.

In der anliegenden ehemaligen Burg Melnik wird die Witwe des Przemyslidenfürsten Boleslav II. (967-999) namens Emma erwähnt.  Sie ließ die Burg Melnik und ohne Bedacht auch die erste Kirche hier erbauen. Einige Geschichtsschreiber schrieben ihr auch die Gründung des hiesigen Domkapitels zu. Ohne Zweifel ließ sie aber in ihrer Burg namens Melnik silberne Denarminzen mit der Aufschrift „Emma regina – civitas Melnic“ prägen.  Im Innen der Kirche sind wertvolle Frescogemälden aus dem Jahre 1533 an der Gewölbe des Presbyteriums, sowie prächtige Schlusssteine der Gewölbe in beiden Nebenschiffen mit Wappen des Königes Wladislav II. Jagello, des Königreiches Böhmen und der Stadt Melnik zu sehen.  Aus der Renaissance stammt das Zinntaufbecken, sowie an der Wand der Nebenschiffe sich befindende mehrere Grabsteine, die auf alte Melniker Bürger erinnern. In der Kirche gibt es mehrere Bilder an der Leinwand. Von allen diesen Werken ist besonders das Altarbild der Apostel Peter und Paul von dem hervorragenden Maler des Barocks Karel Škréta, der auch in Melnik den Weingarten hatte, zu beachten.

In dem südlichen Nebenschiffe steht zu dieser Zeit ein schönes Barockkasten der Orgel aus dem Jahre 1712, die nach gerade beschlossener Restaurierung (natürlich mit neuem Instrumenten) auf dem Chor wieder spielen kann.
Der von weitem sichtbare Turm der Kirche ist sowie die Kirche im spätgotischen Stil erbaut. Der Hofbaumeister des böhmischen Königs Wladislaw II. Jagello (1475 – 1516) Johann Spiess aus Frankfurt, beendete den Bau des Turmes mit dem Hauptsims im Jahre 1488. Dieses Jahr und der Name des Meisters des Turmes sind wie Kryptogramm an dem Hauptsims noch heute gut leserlich. Der Turm ist bis zur Spitze des zweiarmigen Kreuzes 60m hoch. Nach dem großen Feuer, der die Kirche im Jahre 1681 betroffen hat, bekam der Turm anstatt der hohen gotischen Pyramide mit vier kleineren Pyramiden in den Ecken die heutige Bedachtung – das Barockzwiebeldach.

Im Jahre 1937 wurden die Schindel auf dem Turme für Kupferblech ausgetauscht.

Die Galerie, die sich in der Höhe der Turmuhr befindet, bietet den Besuchern eine wunderschöne Aussicht auf alle Weltseiten, vor allem aber auf die zwei größten Flüsse Böhmens, Elbe und Moldau, und in die Elbelandschaft mit dem Georgsberg, bis zu den Kegeln der Mittelgebirge am Horizont. Im dritten Stock des Turmes befinden sich drei Glocken. Zwei Glocken stammen aus dem Jahre 1690.

Der Glockengießer Jean Pricquei hat sie in der Stadt Mladá Boleslav gegossen. Die kleinste Glocke wurde erst im Jahre 1993 in den Turm erhoben. Sie wiegt 650kg und kann elektrisch angetrieben werden. Sie wurde in Zbraslav bei Prag von Petr Rudolf Manoušek gegossen.

Gleich unter dem großen Fenster an der Nordseite des Turmes befindet sich in den Sandstein gehauen das Wappen des Königreichs Böhmen. Der Turm der St. Peter und Paul ist seit vielen Jahrhunderten Wahrzeichen der Stadt am Zusammenfluss von Elbe und Moldau geworden.

František Purš
foto 1 - ing. Jiří Čermák


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